Seelsorgeeinheit Rheinmünster/Lichtenau

mit den katholischen Pfarrgemeinden
St. Peter und Paul Schwarzach, St. Erhard Stollhofen, St. Mauritius Söllingen,
St. Johannes und Paulus Greffern, Hl. Kreuz Lichtenau-Ulm


 

 

 

 

 

Seit Mai 2009 beherbergt das Pfarrhaus neben dem Münster eine neue Dauerausstellung. Man erreicht sie durch die Kirche über das nördliche Seitenschiff und den anschließenden Glasgang. Die Ausstellung präsentiert die Geschichte der ehemaligen Benediktinerabtei Schwarzach von den Restaurierungen  und den archäologischen Untersuchungen des 20. Jahrhunderts bis zurück zur Entstehung im 8. Jahrhundert. In sechs Bereichen werden verschiedene Zeiträume mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten kombiniert, um den Besuchern möglichst viele Aspekte der Klostergeschichte darzubieten.

 

Bereiche der Ausstellung:

 

 
Archäologie
1964 führte die Universität Karlsruhe Grabungen durch, um die archäologischen Befunde zu bergen und zu dokumentieren, bevor sie der geplante Einbau einer Heizungsanlage zerstört hätte. Hierbei sollte vor allem die Geschichte der Klosterkirche erforscht werden. Nach dem frühen Tod von Arnold Tschira 1969, der die Grabung geleitet hatte, kam es bislang noch nicht zur notwendigen Auswertung.
   
Reromanisierung 1964-69
1963 waren Renovierungen an der Kirche notwendig. Das staatliche Bauamt beschloss, bei dieser Gelegenheit das "romanische Raumgefüge wiederherzustellen". Grundlage hierfür waren eingehende archäologische und bauliche Untersuchungen. Danach wurden sowohl die Ausmalungen von 1897 als auch die Um- und Anbauten des 18. Jahrhunderts beseitigt.
   
Historismus und Denkmalpflege
Das Kloster wurde 1802 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst und die Gebäude bis auf Kirche und einige Wirtschaftsbauten abgetragen. Erst 1888-1897 kam das Staatsbauamt seiner Erhaltungspflicht nach und restaurierte die baufällige Kirche. Dabei wurden das Mauerwerk ausgebessert und Bauteile ausgetauscht; außerdem stattete man den Innenraum nach neuem Geschmack aus.
   
Barocke Klosteranlage
Zwischen 1724-1770 wurden die Konventsgebäude und die Wirtschaftsbauten in symmetrisch geordneter Form neu gebaut. Die romanische Kirche modernisierte man durch Umbauten und Neuausstattung; ihre altehrwürdige Erscheinung blieb vor allem in der Außenwirkung erhalten.
   
Die romanische Kirche
Zwischen etwa 1150 und 1190 entstand die große romanische Klosterkirche. Andere erhaltene Reste von Bauschmuck zeigen, dass gleichzeitig oder kurz danach weitere Gebäude des Klosters neu errichtet wurden. Der Neubau strahlte benediktinischen Reformgeist aus.
   
Frühes Klosterleben
Das Benediktinerkloster Schwarzach wurde im 8. Jahrhundert vom Wanderbischof Pirmin gegründet. Die Nennung unter den Reichsklöstern und archäologische Funde, wie das auf Glas gemalte "Schwarzacher Köpfchen", zeigen die große Bedeutung des Klosters im fränkischen Reich.
   
Ausstellungskonzept, Layout und Texte:
Tina Schöbel und Charlotte Lagemann, Institut für Europäische Kunstgeschichte, Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften, Universität Heidelberg
 
Bilder zur Ausstellungseröffnung und den vorangegangenen Arbeiten
 
 

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