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Sakramente – Sieben Lebenszeichen Gottes Möchten Sie wieder einmal ein Lebenszeichen Gottes erleben? Dann lassen Sie sich doch wieder ein Sakrament spenden! Das Wort „Sakrament“ kommt vom lateinischen „sacramentum“, was soviel heißt wie „Zeichen“. Weil diese Zeichen eben nicht nur alltägliche sind, wie z.B. Verkehrszeichen oder Symbole für etwas, sondern ZEICHEN von GOTT, nennt man sie Sakramente. Sakramente sind Lebenszeichen Gottes. Die sieben Sakramente sind sieben Lebenszeichen Gottes für uns Menschen. Warum sieben? Nach der Lehre der Zahlen ist die Sieben eine geheimnisvoll wirksame Zahl. Im ersten Buch der Bibel, dem Buch Genesis, erschafft der Schöpfer-Gott die Welt in sieben Tagen und im letzten Buch, der Offenbarung des Johannes, kommt die Siebenzahl sehr oft (54mal) vor: Sie bedeutet hier: Unbegrenzte Menge, Vielzahl, das Ewige. Und die Kirchenväter bezeichnen die Sieben wiederholt als Zahl der Fülle und Vollendung. Was könnte dies für unsere sieben Lebenszeichen Gottes bedeuten? Das möchte ich Ihnen am Ende meiner Ausführungen sagen. Zunächst möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die sieben Sakramente der katholischen Kirche lenken. 1. Das Lebenszeichen TAUFE Mit der Taufe feiern wir das erste menschliche Zeichen Gottes. Wir feiern, dass Gott einem Kind das Leben geschenkt hat und vertrauen sein Leben der Freundschaft Jesu und dem Segen Gottes an. Eltern und Paten/Innen ermöglichen dieses Sakrament, indem sie stellvertretend für das Kind „JA“ zu Glauben und Gott sagen. Gott besiegelt dieses Versprechen, indem ER im Symbol des Wassers sein Lebenszeichen gibt. Sie müssen sich vorstellen, dass die Taufe im Orient entstanden ist. Dort ist Wasser so lebensnotwendig wie Brot und Einkommen. Wenn wir das Sakrament der Taufe feiern, will Gott uns in diesem Zeichen zeigen: „Ich bin für Euer Leben so notwendig wie Euer tägliches Brot“. Und wenn wir dieses Sakrament feiern bekennen wir: „Wir brauchen Gott so, wie wir das Trinken brauchen und ohne das wir sterben würden“. In der der Taufe feiern wir die Aufnahme der Kinder in die Gemeinschaft der katholischen Kirche und in die Freundschaft mit Jesus. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! 2. Das Geschenk KOMMUNION Kommunion kommt aus dem Lateinischen „communio“ und bedeutet Gemeinschaft. In der Kommunion haben wir Gemeinschaft mit Jesus im Heiligen Brot und wir haben Gemeinschaft mit der Kirche insgesamt. Kommunion heißt eine Komm-Union bilden. Vielleicht ist dieses Sakrament, das am aller schwersten erklärbare Zeichen Gottes. Jesus hat uns dieses Zeichen auf seinem Liebesweg hinterlassen. Er hat keine Merkschrift, keinen Liebesbrief und keine großen Worte hinterlassen. Er hat ein Zeichen hinterlassen: ein Essen. Er hat mit seinen Jüngern gegessen und getrunken und gesagt: „Tut dies zum Andenken an mich“. An dieses Essen erinnern uns die Messen, die die Kirche sonntäglich auf der ganzen Welt feiert. Aber es ist nicht nur ein bloßes erinnern. Es ist auch eine aktuelle Wirklichkeit. Denn Jesus hat uns versprochen: „Wenn ihr dieses Mahl feiert, bin ich unter euch“. Das bedeutet, wann immer wir Eucharistie feiern, d.h. Mahlfeier halten, ist ER dabei. Sitzt ER unsichtbar mit am Tisch, will ER Gemeinschaft mit uns. Und wo immer dieses Jesus Gemeinschaft mit jemandem hatte, wurde ihm dies zum Heil, Segen, zur Hilfe. Wo kann man Jesus heute noch finden? Im Mahl der Gemeinschaft mit IHM. Die Kommunion ist die große Liebeserklärung Jesu an uns. Sind Sie dabei? 3. Der Festiger FIRMUNG: Festiger! Das braucht das moderne Haar. Ohne Haarfestiger geht bei vielen Jungen nichts. Festiger stärkt und stylt den Kopfschmuck. – So ist es mit dem Sakrament der Firmung. Sie stärkt und stylt den Glauben! Vor allem Jugendliche empfangen durch unseren Bischof dieses Zeichen der Stärkung. Wenn noch ein Funke Glaube da ist, sollten sich die jungen Leute darauf einlassen. Ein gestärkter und gestylter Glaube wirkt nach außen und macht uns als Christen/Christinnen attraktiver. In der Firmung stylt Gott den Glauben neu! Das ist ein besonders schönes Lebenszeichen Gottes, da ER den Glauben spürbar und sichtbar stärken und festigen kann. Viel Freude damit! 4. Die Erleichterung BEICHTE: Gehören Sie zu den Menschen, die einiges Schweres mit sich herum tragen? Die Beichte kann helfen! Ein scheinbar fast verloren gegangener Schatz: Gott signalisiert seine Bereitschaft, jederzeit und sogleich zu verzeihen. Einzige Voraussetzung: „ … es tut mir leid“. Ich bitte um Verzeihung“. Wer seine Schuld nicht nur mit Gott alleine ausmachen will; wer hören will von einem „Vertrauten Gottes“: „Du, deine Sünden sind dir vergeben“, dem fällt es leichter, dies zu glauben. Der kann erleben: Gott hat mir in der Beichte gezeigt, meine Sünden sind vergeben. Vereinbaren Sie mit Ihrem Pfarrer einen Termin. Entweder für die Form des Beichtgespräches oder der „klassischen“ Beichte im Beichtstuhl. Oder kommen Sie zu den ausgeschriebenen Beichtzeiten in ihre oder eine andere Kirche. Was, Sie wissen nicht mehr wie das geht? Der Pfarrer hilft Ihnen gerne dabei. Kommen Sie mal wieder zum Lebenszeichen der Erleichterung durch Gott. Die Beichte ist der besondere Beitrag zu „Simplify yuor life“, zur Erleichterung für das Leben! 5. Das Liebesleben EHE: Wunderbar! Es ist das einzige Sakrament, das nicht von einem „Vertreter“ (Bischof, Priester, Diakon) gespendet wird, sondern das sich die Eheleute selbst spenden. Und das ist ein wunderbares Zeichen Gottes. Indem zwei Liebende vor Gott „JA“ zueinander sagen, wirkt das Sakrament der Ehe, indem ER dieses JA bestätigt und bekräftigt. Dieser Gott will, dass das Leben der Liebe glückt und gelingt. Und er tut alles, damit daraus niemals ein „Nein“ wird. Der Geistliche, die Trauzeugen und die Mitfeiernden sind Zeugen dieses Geschehens. Wer über die Hochzeit hinaus bereit ist, vom Gott der Liebe zu lernen, der hat die Kraft zum anderen immer wieder neu JA zu sagen. Wer von Jesus jeden Tag neu lieben lernt, der kann aus diesem einmaligen Sakrament Liebe schöpfen. Die Liebe wächst, wenn sie regelmäßig mit „JA“ gegossen wird! 6. Die Berufung PRIESTERWEIHE: In der Priesterweihe spricht ein Mann sein: „Ich bin bereit“. Ich bin bereit in Ehelosigkeit und Gottesverehrung auf alles zu verzichten und allein Gott zu dienen, IHN zu lieben, aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit aller Kraft. Diese Bereitschaft weiht der Bischof im Namen Gottes in diesem unauslöschbaren Sakrament. Die Priester sind zuvor eingeweiht in den Dienst der Seelsorge und der Feier des Sakramentes der Eucharistie und Buße, sowie der Leitung einer Seelsorgeeinheit. Dieses Sakrament geht letztlich zurück auf eine Berufung durch Gott. Gott be-ruft seine Diener in den Dienst an den Menschen und weiht sie sich zu Jüngern. Sich der Priesterweihe zur Verfügung stellen bedeutet, den Glauben zum Beruf zu machen. 7. Die „alles wird gut“ KRANKENSALBUNG: Früher hieß es „Letzte Ölung“, weil dieses Sakrament zuletzt gespendet wurde: Wenn das Ende des Lebens bevorstand oder sogar bereits ausgehaucht war. Heute heißt dieses Kraftzeichen Gottes mit Recht Krankensalbung, weil es dem kranken Menschen wie eine Salbe für Seele und Leib ist. Eine „Wundersalbe“, die alle Wunden heilt, von Schuld befreit und aufrichtet. Wunderbar aufrichtet zum Leben oder zur Ewigkeit. In der Krankensalbung kommt der Heilige heilsam auf den Menschen zu, um ihn zu retten und zu heilen. Ob der Kranke dann aufgerichtet wird zur Gesundheit oder für den Tod, das geben wir in die Hände Gottes. In beiden Fällen gilt: „Alles wird gut!“
Liebe Leserin, lieber Leser dieser Seiten. Am Beginn meiner Ausführungen habe ich Ihnen geschrieben, dass die Zahl Sieben unbegrenzte Menge, Vielzahl, das Ewige bedeutet und die Kirchenväter sie wiederholt als Zahl der Fülle und Vollendung bezeichnen. Und ich habe Ihnen versprochen, noch etwas dazu zu sagen. Wenn es sieben Sakramente gibt, dann ist das kein Zufall. Dann hat das eine Bedeutung. Es bedeutet auf der einen Seite, dass sich in den sieben Sakramenten die ganze Fülle der göttlichen Macht und Liebe offenbaren und es bedeutet andererseits, dass es über die sieben Sakramente hinaus eine unbegrenzte Menge von Zeichen Gottes in dieser Welt und unserem Leben gibt. Die Sieben feiern wir ausdrücklich und als herausragende Zeichen Gottes. Unzählbare Zeichen Gottes wollen sich in jedem Augenblick unseres Lebens noch zeigen. Ich wünsche Ihnen eine große, heilige Aufmerksamkeit in Ihrem Leben, um möglichst viele Zeichen Gottes immer wieder empfangen zu dürfen und daraus Freude und Trost zu schöpfen. Und ich wünsche Ihnen eine behutsam gläubige Andacht, um die Sakramente Gottes immer wieder wohl vorbereitet zu empfangen und daraus Glaube, Hoffnung und Liebe zu schöpfen. Seien Sie in unserer Seelsorgeeinheit immer herzlich willkommen, wenn wir die Sakramente der Kirche feiern.
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